Jugendschutzgesetz Vorschriften für Glücksspiel und Spielhallen
Verletzungen können nicht nur Imageschäden, sondern auch erhebliche Bußgelder nach sich ziehen. Es empfiehlt sich daher, schon bei der Entwicklung eines Games (oder einer Plattform) Konzepte für Altersfreigabe und Datenschutz zusammen zu denken – z.B. Durch Altersabfrage beim Onboarding, differenzierte Einstellungen je nach Alter und klare Hinweise für Eltern. So wird der Spagat gemeistert, junge Zielgruppen datenschutzkonform einzubinden, ohne gegen Jugendschutzprinzipien zu verstoßen. Zudem verlangt §7 JMStV von geschäftsmäßigen Anbietern „entwicklungsbeeinträchtigender“ Inhalte die Benennung eines Jugendschutzbeauftragten. Dieser soll innerhalb des Unternehmens beratend und überwachend tätig sein, um die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften sicherzustellen.
Anbieter stehen zudem in der Pflicht, ein funktionierendes Meldesystem einzurichten und gemeldete Inhalte zeitnah zu prüfen (§ 12 DDG, § 16 DSA). Versäumt eine Plattform dies systematisch, verliert sie den Schutz der Haftungsprivilegierung. In Extremfällen können die Aufsichtsbehörden Maßnahmen bis hin zur Untersagung des Angebots in Deutschland ergreifen. Auch Game-Plattformen wie Roblox stehen deshalb unter verstärkter Beobachtung. Die Anhebung der Altersfreigabe von Roblox auf 16 Jahre erfolgte maßgeblich aufgrund dokumentierter Fälle von unangemessenem Content und der Erkenntnis, dass bestehende Schutzmaßnahmen nicht ausreichend waren. Plattformbetreiber sind daher angehalten, jugendgerechte Community-Management-Konzepte nachweisbar zu implementieren.
Verantwortung der Glücksspielanbieter
November 2012 eine Neufassung des Gesetzes zur Ausführung des Glückspielstaatsvertrages (AG GlüStV NRW) beschlossen, die am 01. Juli 2021 ist das AG GlüStV NRW an den Glücksspielstaatsvertrag 2021 angepasst worden. Mit dem Landesgesetz werden neben einer Konkretisierung und Ausgestaltung der staatsvertraglichen Vorschriften insbesondere Verfahrensregelungen und Zuständigkeiten normiert. Für Verbundspielhallen und Spielhallen mit geringerem Mindestabstand gelten besondere Regelungen, sofern sie die genau bestimmten qualitativen Anforderungen erfüllen.
Trotz aller Präventionsmaßnahmen können Jugendliche in die Glücksspielsucht abrutschen. In solchen Fällen ist schnelles und professionelles Handeln gefragt. Je früher eine Intervention erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen.
Für das durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 erlaubnisfähige Online-Casinospiel gibt es seit dem 23. Es wurde eine Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder gegründet, die seit dem 01. Alterskennzeichen sind das zentrale Instrument des Jugendschutzes, um Eltern und Spielern eine Orientierung über die Eignung von Games für bestimmte Altersstufen zu geben. Traditionell vergibt in Deutschland die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) die Altersfreigaben für Videospiele.
Unserer Tabelle können Sie entnehmen, welche Bußgelder drohen, wenn Sie gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Viele Betroffene schämen sich für ihr Verhalten und haben Angst vor Vorwürfen. Anonyme Beratungsangebote können hier eine wichtige erste Anlaufstelle sein. Der Schutz Jugendlicher vor den Gefahren des Online-Casinos ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Diese Gesetze sollen verhindern, dass Minderjährige frühzeitig in Kontakt mit Glücksspielen kommen und somit einem erhöhten Suchtrisiko ausgesetzt sind. Vermittler von Glücksspielen verpflichtet, die Spielerinnen und Spieler zu verantwortungsbewusstem Spiel anzuhalten und der Entstehung von Glücksspielsucht vorzubeugen. Zu diesem Zweck haben sie Sozialkonzepte zu entwickeln und das Personal zu schulen. Rechtlich betrachtet bewegt sich Itch.io damit auf unsicherem Terrain.
- Wer dies unterlässt, wird selbst zum Anbieter jugendgefährdender Inhalte mit allen rechtlichen Folgen, unabhängig davon, ob das Spiel über eine Plattform oder selbstständig vertrieben wird.
- Die Datenlage zeigt die Notwendigkeit auf, neben dem ordnungsrechtlich-kontrollierenden Jugendschutz dem erzieherischen Jugendschutz einen hohen Stellenwert einzuräumen.
- Gemäß § 32 GlüStV sind die Auswirkungen des Glückspielstaatsvertrages im Hinblick auf die Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten zu evaluieren.
- Auf Basis dieser Angaben generiert IARC automatisiert Alterskennzeichen für verschiedene Regionen, angepasst an die nationalen Vorgaben der jeweiligen Selbstkontrolleinrichtungen.
Daher ist die Gefahr, spielsüchtig zu werden, bei Heranwachsenden um ein Vielfaches höher. Negative Einflüsse in der Öffentlichkeit oder in den Medien können das Wohl von Kindern und Jugendlichen nachhaltig schädigen. Dies geschieht durch das Jugendschutzgesetz (JuSchG), in dem neben den Vorschriften von Ausgehzeiten, Rauchen und Alkohol auch die gesetzlichen Regelungen für Glücksspiele festgehalten sind. Nur wenn alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen und eng zusammenarbeiten, kann ein wirksamer Jugendschutz gelingen. Dabei gilt es, die Balance zu finden zwischen notwendiger Kontrolle und dem Vertrauen, das Jugendliche für ihre Entwicklung brauchen.
Es ist nötig, dass Jugendliche – bereits bevor eine manifeste Gefährdung besteht – über das Suchtpotential von Glücksspielen informiert werden und sich mit den möglichen negativen Konsequenzen einer (illegalen) Spielteilnahme auseinandersetzen. Das Thema Glücksspiele kann sowohl dezidiert Inhalt einer suchtpräventiven Maßnahme als auch ein Teilaspekt übergeordneter Themen (Sucht, Medien) sein. Die vorliegenden Forschungsbefunde verweisen auf den dringlichen Bedarf an jugendgerechten Maßnahmen der Prävention, d.h. Einer möglichst frühzeitigen Gegensteuerung durch Ausarbeitung und Implementierung zielgruppenspezifischer Präventionsprogramme. Die Datenlage zeigt die Notwendigkeit auf, neben dem ordnungsrechtlich-kontrollierenden Jugendschutz dem erzieherischen Jugendschutz einen hohen Stellenwert einzuräumen. Präventiver Jugendschutz muss dabei sowohl verhältnis- wie verhaltenspräventive Strategien umfassen (vgl. Hallmann et al. 2013).
Auch weiterhin sollen als wesentliche Schwerpunkte sowohl die Entwicklung von Fortbildungsangeboten für Multiplikatoren/innen als auch die Erstellung vegasino casino promo code von Materialien durch aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und den Bedarf der Praxis geleitet werden. Auf diesem Wege wird Jugendlichen erfolgreich der Zugang zu bedarfsgerechten und passgenauen Angeboten ermöglicht. Es scheinen sich die Glücksspielaktivitäten gerade bei jüngeren Alterskohorten zunehmend ins Internet zu verlagern.
Online-Ratgeber Pflege
Ebenso sollte ein besonderes Augenmerk auf “Glücksspielen” ohne Geldeinsatz, z.B. Pokern auf Übungsseiten oder in sozialen Netzwerken, kostenfreie virtuelle Casinos und Glücksspiele im Rahmen von Computerspielen gelegt werden. Hierbei werden Kinder und Jugendliche auf Glücksspiele neugierig gemacht und teils auch systematisch herangeführt.
Daneben existiert mit PEGI (Pan-European Game Information) ein europaweites Altersbewertungssystem, das allerdings in Deutschland keine rechtlich verbindliche Wirkung entfaltet, da hierzulande die USK-Kennzeichen maßgeblich sind. Im stationären Handel dürfen Spiele, die an Minderjährige verkauft werden, nur mit gültigem USK-Siegel angeboten werden – andernfalls drohen Vertriebsverbote und Bußgelder (vgl. §12, § 14 Jugendschutzgesetz, JuSchG). In der Regel werden Glücksspieler nach klinischen Kriterien (z.B. DSM-IV oder ICD-10) bei der Erfüllung einer gewissen Anzahl zutreffender Aussagen als problematisch oder als pathologische Glücksspieler klassifiziert. Laut der PAGE-Studie erfüllen 1,5% der 14- bis 17-Jährigen die Kriterien für pathologisches Glücksspielen, und 1,1% erfüllen diese für problematisches Glücksspielen (Meyer et al. 2011).
Dieses System wurde von der USK mitbegründet und bereits seit einigen Jahren in App-Stores wie Google Play, dem Nintendo eShop, dem PlayStation Store, Microsoft Store und weiteren eingesetzt. Natürlich können und sollen auch Angebote direkt an Jugendliche adressiert sein. Beispiele hierfür sind das interaktive Browsergame “Spielfieber” () oder die jugendgerechten Web-Seiten -dein-spiel.de der BZgA und -spiel.de der Berliner Fachstelle Suchtprävention. Doch wie ist der Umgang mit diesen Themen im Jugendschutzgesetz zum Glücksspiel geregelt?
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Wenn Eltern oder Lehrkräfte problematisches Spielverhalten vermuten, ist behutsames Vorgehen wichtig. Eine konfrontative Herangehensweise führt oft dazu, dass sich Betroffene zurückziehen. Stattdessen sollte man das Gespräch suchen und Verständnis signalisieren. Seriöse Online-Casinos und Wett-Plattformen sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.
Zugleich besteht gerade im Jugendalter die Gefahr, zumindest zeitweise die Kontrolle über das Spielverhalten zu verlieren und glücksspielbezogene Probleme unterschiedlicher (d.h. finanzieller oder psychosozialer) Art zu entwickeln. Erlauben Gewerbetreibende Kindern oder Jugendlichen die Teilnahme an Spielen, bei denen die Möglichkeit eines Gewinns besteht, so ist bei Kindern ein Bußgeld von 3.000 Euro bzw. Sonstige Personen können bei Kindern mit 500 Euro und bei Jugendlichen mit einem Bußgeld von 300 Euro belangt werden. Dies gilt jedoch nur, wenn keine Ausnahme gemäß Jugendschutzgesetz zum Glücksspiel (§ 6 JuSchG) vorliegt.
Am häufigsten war im Jahr 2013 die Teilnahme Jugendlicher an Sofortlotterien, gefolgt von privaten Glücksspielen, Sportwetten und Geldspielautomaten. Das mittlere Lebensalter beim erstgenannten Glücksspiel liegt bei etwa 13 Jahren (BZgA 2014). Unterschiedliche aktuelle Entwicklungstrends verdeutlichen, dass der Themenkomplex “Jugendliche und Glücksspiele” vielfältige Facetten mit sich bringt, die aus gesundheitswissenschaftlicher Perspektive einer Beobachtung und kritischen Reflexion bedürfen.
Mit zunehmendem Alter kommen komplexere Themen wie Bankkonten, Online-Banking und die Risiken von Krediten hinzu.
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